Gewinnung von Erzieherinnen und Erziehern
Zusammenfassung
Die Stadtverwaltung soll — wenn möglich in Kooperation mit den Umlandgemeinden Kita — Fachpersonal aus Mecklenburg-Vorpommern ermutigen, ihre Tätigkeit hier in Delmenhorst und ggf. in den Umlandgemeinden auszuüben. Dafür sollen mit einem Haushaltsnachtrag Gelder in Höhe von 30.000€ bereitgestellt werden.
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Antrag der Gruppe DL2
Die Stadtverwaltung soll — wenn möglich in Kooperation mit den Umlandgemeinden Kita — Fachpersonal aus Mecklenburg-Vorpommern ermutigen, ihre Tätigkeit hier in Delmenhorst und ggf. in den Umlandgemeinden auszuüben. Dafür sollen mit einem Haushaltsnachtrag Gelder in Höhe von 30.000€ bereitgestellt werden. Aus diesem Fonds, der auch seitens der nicht-kommunalen Kitaträger aufgestockt werden kann, sollen z.B. Zuschüsse für Umzüge gewährt werden oder ÖPNV-Tickets für 6 Monate finanziert werden. Außerdem soll die GSG verpflichtet werden, aus der Maßnahme neuen gewonnenen Mitarbeitenden aus M‑V bei der Wohnungssuche behilflich zu sein und ihnen wenn möglich Wohnraum zur Verfügung zu stellen.
Die Verwaltung wird beauftragt, Kontakt mit den Umlandgemeinden aufzunehmen und eine Zusammenarbeit anzubieten, gegen eine entsprechende Kostenbeteiligung.
Begründung
Aufgrund der stark sinkenden Kinderzahl in vielen Regionen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern befürchten Eltern, Gewerkschaften und Kitaträger Entlassungen von Erzieherinnen und Erziehern und vierstelliger Höhe und warnen vor dadurch bedingten Schließungen von Kindertagesstätten.
Sollten diese Befürchtungen eintreten, werden in den kommenden Jahren durch eine hohe Anzahl von Schließungen Entlassungen in vierstelliger Höhe anstehen.
Sowohl in Delmenhorst als auch in der Region herrscht insbesondere im Bereich der Erzieherinnen und Erzieher ein großer Fachkräftemangel.
Daher wäre es mehrerer Hinsicht positiv, den Fachkräften, die dort eine Entlassung fürchten müssen, hier bei uns in Delmenhorst und ggf. auch in der Region eine neue berufliche Zukunft anbieten zu können.
Die prekäre Lage der zu niedrigen Anzahl an Kitaplätzen und dem Fachkräftemangel hier vor Ort würde damit offensiv entgegengetreten. Der zuständige Fachbereich bei der Stadtverwaltung könnte die Vermittlung der Fachkräfte für die kommunalen Kitas übernehmen und auch für die nicht kommunalen Kitas anbieten.
Eine Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden unter finanzieller Beteiligung der Maßnahmen wäre eine win-win-Situation, sofern die Umlandgemeinden ebenso unter Fachkräftemangel in diesem Bereich leiden und sich organisatorisch und finanziell beteiligen.