Spontane Nothilfe zur Trinkwasserversorgung
Zusammenfassung
Am gestrigen Samstag, dem 02.05. haben sich Aktive der Delmenhorster Liste spontan getroffen, um den von der Gas- und Wassersperre betroffenen Mietern in Annenheide, denen vor zwei Monaten der Gas- und der Wasseranschluss gesperrt worden ist, zumindest temporär ein wenig Hilfe zu kommen zu lassen.
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Spontane Nothilfe zur Trinkwasserversorgung – Wann handelt die Stadt endlich?
Am gestrigen Samstag, dem 02.05. haben sich Aktive der Delmenhorster Liste spontan getroffen, um den von der Gas- und Wassersperre betroffenen Mietern in Annenheide, denen vor zwei Monaten der Gas- und der Wasseranschluss gesperrt worden ist, zumindest temporär ein wenig Hilfe zu kommen zu lassen. „Der Marktleiter von EDEKA an der Weberstr. hatte nach eigener Aussage noch nie soviel Wasser in so kurzer Zeit verkauft.“ freute sich Joschka Kuty über den Erfolg der kurzfristig gestarteten Hilfsaktion und ergänzt: „An die 500 Liter Trinkwasser konnten wir so mit insgesamt drei Autos zu den betroffenen 16 Mietparteien bringen.“
„Wir freuen uns, dass wir mit unseren Wasserflaschen erst mal ein wenig Abhilfe schaffen konnten. Aber wir können erst zufrieden sein, wenn das Wasser wieder aus den Wasserhähnen kommt, die Toiletten wieder spülen können und die Gassperre aufgehoben wird.“, so Stephan Büssing-Teikners, der ebenfalls vor Ort war.
Die Freude über die unerwartete Spende war groß bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der beiden Mehrfamilienhäuser, darunter mehrere kleine Kinder und ein schwerbehinderter, älterer Bewohner. Allerdings ist die Fassungslosigkeit über die Vorgehensweise sowohl des Vermieters als auch der Stadt Delmenhorst bei allen Beteiligten groß. Michael Broßmann von der Delmenhorster Liste erklärte: „Ich bin fassungslos darüber, dass sogar der Hydrant in der Nähe des Grundstücks zugemauert und versiegelt wurde – offenbar, weil der Vermieter ihn wiederholt eigenmächtig aufgedreht hat. Hier wurde nicht einmal an den Brandschutz gedacht. Die Leidtragenden sind nun ausgerechnet die Mieterinnen und Mieter, allesamt freundliche und liebenswerte Menschen, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen und nun mit den Folgen kämpfen müssen. Umso bewegender war es zu erleben, wie offen, respektvoll und dankbar alle Beteiligten das Gespräch mit uns gesucht haben.”

Die Betroffenen haben im Gespräch mit den Anwesenden intensiv um weitere Hilfe und ein schnelles Ende des untragbaren Zustands gebeten. „Als wir im Jahr 2015 eine ähnliche Situation im Wollepark hatten, hat die Stadt schnell und unbürokratisch im Sinne der Betroffenen gehandelt und für die ausstehenden Kosten gebürgt.“, führt Bettina Oestermann aus und weiter: „Es ist uns absolut unverständlich, dass in der aktuellen Situation keinerlei Hilfsangebote der Stadt unterbreitet werden. Zumindest bei kleinen Kindern, schwangeren Frauen und Schwerbehinderten sollte man doch einmal die Interpretationsmöglichkeiten der Gesetze nutzen und im Sinne der Menschen entscheiden.“
Die Aktiven der Delmenhorster Liste haben den Mieterinnen und Mietern zugesichert, sich weiterhin für Ihre Belange sowohl innerhalb des Rats als auch mit Rat und Tat einzusetzen.