Critical Mass
Zusammenfassung
„Ich bin bewusst mitgefahren, weil ich Verkehr nicht nur aus Sitzungen kenne. Wer zuhört, mitfährt und mit den Menschen spricht, erkennt oft Dinge, die auf keiner Tagesordnung stehen. Diese Erfahrungen möchte ich in meine ehrenamtliche Arbeit und in die Kommunalpolitik einbringen. Mein Ziel ist mehr Verkehrssicherheit für alle. Dazu gehören vor allem sichere Schulwege, damit Kinder wieder selbstverständlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen können. Das stärkt ihre Selbstständigkeit, entlastet Familien und hilft gleichzeitig, den Bringverkehr durch Elterntaxis Schritt für Schritt zu verringern.“
Mit dem Fahrrad unterwegs – Erfahrungen für mehr Verkehrssicherheit und sichere Schulwege sammeln
Für Michael Broßmann, Stadtratskandidat der Delmenhorster Liste, war die Teilnahme an der 15. Critical Mass mehr als eine gemeinsame Fahrradtour. Als engagierter Elternvertreter nutzte er die rund 20 Kilometer lange Fahrt durch Delmenhorst bewusst, um den Radverkehr aus eigener Perspektive zu erleben und mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen. Denn gute Verkehrspolitik entsteht nicht nur am Sitzungstisch, sondern auch dort, wo Menschen täglich unterwegs sind.
„Gerade diese Gespräche sind für mich wichtig. Wer Verkehrspolitik gestalten möchte, sollte nicht nur in Sitzungen darüber sprechen, sondern selbst Erfahrungen sammeln. Nur so lassen sich die Bedürfnisse und Herausforderungen der Menschen wirklich verstehen.“, so Michael Broßmann.
Als Mitglied des Stadtelternrates, stellvertretender Vorsitzender des Landeselternrates Niedersachsen sowie Teilnehmer am Runden Tisch Unfallprävention und im Arbeitskreis Mobile Sicherheit des Kommunalen Präventionsrates setzt sich Broßmann seit Jahren für Verkehrssicherheit und insbesondere für sichere Schulwege ein. Die Erfahrungen aus dem Alltag der Menschen möchte er in seine ehrenamtliche Arbeit und als Kandidat der Delmenhorster Liste künftig auch in die Arbeit des Stadtrates einbringen.

Die Atmosphäre während der Tour beschreibt Broßmann als offen und positiv. „Es war beeindruckend zu sehen, wie selbstverständlich Menschen unterschiedlichen Alters gemeinsam unterwegs waren. Genau diese Vielfalt zeigt, dass das Fahrrad ein wichtiger Bestandteil moderner Mobilität in Delmenhorst ist.“
Überschattet wurde die Fahrt kurz vor dem Ziel durch einen Verkehrsunfall, bei dem ein Kind aus der Gruppe verletzt wurde. Besonders beeindruckt hat Michael Broßmann das Verhalten der Besatzung eines zufällig vorbeikommenden Rettungswagens. Obwohl sie sich selbst auf einer Einsatzfahrt befand, hielt sie sofort an, übernahm die Erstversorgung und kümmerte sich ruhig und professionell um das verletzte Kind, bis weitere Einsatzkräfte eintrafen.
„Für diesen Einsatz und diese Menschlichkeit möchte ich mich ausdrücklich bei der Rettungswagenbesatzung bedanken. Dem verletzten Kind wünsche ich von Herzen eine schnelle und vollständige Genesung. Ich hoffe sehr, dass dieses Erlebnis nicht die Freude am Fahrradfahren nimmt und es bald wieder mit einem Lächeln aufs Rad steigt.“
Verbesserungsbedarf sieht Broßmann bei der Begleitung solcher Veranstaltungen. Obwohl die Critical Mass öffentlich angekündigt war und die Gruppe als geschlossener Verband gemäß § 27 Straßenverkehrsordnung unterwegs war, wurde sie aufgefordert, den Radweg zu benutzen.
„Die Verkehrserziehung der Polizei in Delmenhorst genießt zu Recht einen guten Ruf. Deshalb würde ich mir wünschen, dass sich dieses Engagement auch bei öffentlich angekündigten Aktionen wie der Critical Mass widerspiegelt – nicht als Kontrolle, sondern als Beitrag zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Gerade weil ich die Polizei im Kommunalen Präventionsrat als engagierten und verlässlichen Partner erlebe, sehe ich hier eine gute Möglichkeit, gemeinsam über Verbesserungen nachzudenken.“
Für die Zukunft wünscht sich Broßmann eine stärkere Beteiligung von Familien und Kindern. Gemeinsam mit Schulen, Elternvertretungen, dem ADFC, der Verkehrswacht, der Polizei und dem Kommunalen Präventionsrat kann im Vorfeld für die Veranstaltung geworben werden. Denn nur wenn Kinder selbstverständlich und sicher mit dem Fahrrad unterwegs sein können, wird sich das Mobilitätsverhalten langfristig verändern.
Zum Abschluss zieht Michael Broßmann ein persönliches Fazit:
„Ich bin bewusst mitgefahren, weil ich Verkehr nicht nur aus Sitzungen kenne. Wer zuhört, mitfährt und mit den Menschen spricht, erkennt oft Dinge, die auf keiner Tagesordnung stehen. Diese Erfahrungen möchte ich in meine ehrenamtliche Arbeit und in die Kommunalpolitik einbringen. Mein Ziel ist mehr Verkehrssicherheit für alle. Dazu gehören vor allem sichere Schulwege, damit Kinder wieder selbstverständlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen können. Das stärkt ihre Selbstständigkeit, entlastet Familien und hilft gleichzeitig, den Bringverkehr durch Elterntaxis Schritt für Schritt zu verringern.“