Pressemitteilung

Eklat im Del­men­hors­ter Stadtrat

Zusammenfassung

Eklat im Del­men­hors­ter Stadt­rat: DL² und SPD stop­pen CDU-„Hauruck-Verfahren“ bei 50-Mil­lio­nen-Son­der­ver­mö­gen Nach einer ohne­hin emo­tio­nal auf­ge­la­de­nen Mam­mut­sit­zung des Stadt­rats ver­such­te die CDU, die Ver­tei­lung von über 50 Mil­lio­nen Euro aus dem “Son­der­ver­mö­gen” im Schnell­ver­fah­ren durch­zu­drü­cken. Um eine demo­kra­ti­sche Bera­tung überhaupt […]

Joschka Kuty
Joschka Kuty

Eklat im Del­men­hors­ter Stadt­rat: DL² und SPD stop­pen CDU-„Hauruck-Verfahren“ bei 50-Millionen-Sondervermögen

Nach einer ohne­hin emo­tio­nal auf­ge­la­de­nen Mam­mut­sit­zung des Stadt­rats ver­such­te die CDU, die Ver­tei­lung von über 50 Mil­lio­nen Euro aus dem “Son­der­ver­mö­gen” im Schnell­ver­fah­ren durch­zu­drü­cken. Um eine demo­kra­ti­sche Bera­tung über­haupt zu ermög­li­chen, sahen sich die Frak­tio­nen von DL² und SPD gezwun­gen, die Beschluss­fä­hig­keit des Rates durch das Ver­las­sen des Saals aufzuheben.

Es war eine Mara­thon­sit­zung in der Del­men­hors­ter Markt­hal­le, die am gest­ri­gen Abend von tie­fen Emo­tio­nen geprägt war. Stun­den­lang stand die Zukunft der Del­men­hors­ter Schul­land­schaft im Fokus. Zahl­rei­che besorg­te Eltern nutz­ten die Ein­woh­ner­fra­ge­stun­de, um ihrer Stim­me Gehör zu ver­schaf­fen. Doch statt nach fünf­ein­halb Stun­den inten­si­ver Debat­te die Sit­zung ver­ant­wor­tungs­voll zu been­den, kam es zum poli­ti­schen Eklat.

Die CDU-Frak­ti­on ver­such­te kurz vor Ende der Sit­zung, die Ver­tei­lung von über 50 Mil­lio­nen Euro aus dem Son­der­ver­mö­gen des Bun­des mit­tels eines kurz­fris­tig ein­ge­brach­ten Ände­rungs­an­trags im „Bas­ta-Stil“ durch­zu­peit­schen. Eine fun­dier­te Bera­tung oder Prü­fung der weit­rei­chen­den Finanz­ent­schei­dung wäre damit unmög­lich gewesen.

Aus­zug aus dem Saal als letz­tes demo­kra­ti­sches Mittel

Um die­sen haus­halts­po­li­ti­schen Blind­flug zu ver­hin­dern und das Recht auf eine ord­nungs­ge­mä­ße Bera­tung ein­zu­for­dern, sahen die Frak­tio­nen der DL² und der SPD kei­nen ande­ren Aus­weg mehr: Sie ver­lie­ßen gemein­sam die Markt­hal­le und hoben damit die Beschluss­fä­hig­keit des Rates auf.

Die Rats­frak­ti­on DL² zeigt sich zutiefst ent­setzt über das Vor­ge­hen der Christ­de­mo­kra­ten sowie ihrer Ver­bün­de­ten und die aktu­el­le Ent­wick­lung im Rathaus.

„Hier wer­den sämt­li­che kom­mu­nal­po­li­ti­schen Gepflo­gen­hei­ten und die demo­kra­ti­sche Debat­ten­kul­tur auf dem Rücken des Ober­bür­ger­meis­te­rin­nen-Wahl­kampfs geop­fert. Was wir ges­tern erlebt haben, ist kein ver­ant­wor­tungs­vol­les Han­deln für Del­men­horst mehr, son­dern kal­te Macht­po­li­tik in Reinform“,kritisiert der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der DL², Josch­ka Kuty. Es sei den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern nicht ver­mit­tel­bar, eine der­art immense Sum­me von über 50 Mil­lio­nen Euro ohne vor­he­ri­ge frak­ti­ons­über­grei­fen­de Bera­tung in den Gre­mi­en im Hau­ruck-Ver­fah­ren zu beschließen.

Die DL² for­dert eine Rück­kehr zu einer sach­ori­en­tier­ten und trans­pa­ren­ten Poli­tik, die die Inter­es­sen der Del­men­hors­ter Bevöl­ke­rung in den Vor­der­grund stellt, statt par­tei­po­li­ti­sche Tak­tik­spie­le zu betreiben.

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