Pressemitteilung

PM: Ehren­amt aufwerten

Zusammenfassung

Um das Ehren­amt in Del­men­horst zu stär­ken und die Arbeit der vie­len Akteu­re, die in den Ver­ei­nen und Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen tätig sind, ein wenig zu beloh­nen, schlägt die Del­men­hors­ter Lis­te vor, dass den Inhaber:innen eines Ehren­amts­pas­ses die kos­ten­freie Nut­zung der Bus­se der DEL­Bus ermög­licht wird.

Del­men­hors­ter Lis­te setzt sich für die Auf­wer­tung der ehren­amt­li­chen Tätig­keit ein

Um das Ehren­amt in Del­men­horst zu stär­ken und die Arbeit der vie­len Akteu­re, die in den Ver­ei­nen und Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen tätig sind, ein wenig zu beloh­nen, schlägt die Del­men­hors­ter Lis­te vor, dass den Inhaber:innen eines Ehren­amts­pas­ses die kos­ten­freie Nut­zung der Bus­se der DEL­Bus ermög­licht wird.

“Gera­de in den letz­ten Tagen hat sich uns wie­der gezeigt, wie wich­tig das Enga­ge­ment vie­ler Delmenhorster:innen für unse­re Stadt ist. Es hat sich her­aus­ge­stellt, dass ehren­amt­li­che Ange­bo­te grund­le­gen­de Ver­sor­gungs­lü­cken schlie­ßen — sowohl mate­ri­ell oder auch psy­cho­so­zi­al. Hin­zu kommt, dass ein Groß­teil der Ehren­amt­li­chen im Ren­ten­al­ter ist. Gera­de klei­ne­re Ver­ei­ne sor­gen sich um Nach­wuchs und bekla­gen, dass immer weni­ger Men­schen zu einem Enga­ge­ment bereit sind. Dies liegt unter ande­rem dar­an, dass Men­schen sich zwar für ein Enga­ge­ment inter­es­sie­ren, aber nicht neben dem zur Ver­fü­gung stel­len ihrer frei­en Zeit nicht auch noch “drauf­zah­len” wol­len, zum Bei­spiel bei Beför­de­rungs­kos­ten.” erklärt die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de und OB Kan­di­da­tin Bet­ti­na Oes­ter­mann und ergänzt “Dies hat uns dazu bewo­gen, zu über­le­gen, wie man das Ehren­amt in Del­men­horst auf­wer­ten und es für am Ehren­amt Inter­es­sier­te attrak­ti­ver machen kann. Mit dem Ehren­amts­pass gibt es bereits eine gute Basis. Wir möch­ten mit unse­rem Antrag die­se Grund­la­ge wei­ter auf­wer­ten und Enga­gier­ten einen Vor­teil in ihrem All­tag an die Hand geben.” 

“Ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment ist der Motor der Zivil­ge­sell­schaft. Ohne das unent­gelt­li­che, frei­wil­li­ge Enga­ge­ment vie­ler Delmenhorster:innen wür­den gro­ße Ver­sor­gungs­lü­cken ent­ste­hen, da gemein­nüt­zi­ge Ver­ei­ne wie bei­spiels­wei­se die Tafel, der Tier­schutz­ver­ein oder auch der Hos­piz­ver­ein ihre Ange­bo­te ent­we­der kom­plett oder zu gro­ßen Tei­len nur mit Ehren­amt­li­chen anbie­ten kön­nen. Enga­gier­te erhal­ten in Del­men­horst den Ehren­amts­pass der Stadt­ver­wal­tung. Die­ser bie­tet eine Hand­voll Ver­güns­ti­gun­gen für Kul­tur­ein­rich­tun­gen, Musik- oder Volks­hoch­schu­le. Einen gro­ßen Mehr­wert im All­tag bie­ten die­se Ermä­ßi­gun­gen jedoch nicht. Als Zei­chen der Wert­schät­zung der ehren­amt­li­chen Tätig­keit aller Enga­gier­ten und zur Auf­wer­tung des Ehren­amts­pas­ses, bean­tra­gen wir, dass den Inhaber:innen eines sol­chen Pas­ses die kos­ten­freie Nut­zung der Bus­se der DEL­Bus ermög­licht wird.” ergänzt Gabi Baum­gart, The­men­pa­tin Sozia­les und Vor­sit­zen­de der Wäh­ler­ge­mein­schaft “Del­men­hors­ter Lis­te” e.V.

One thought on “PM: Ehren­amt aufwerten
  1. Die Aus­übung eines Ehren­am­tes attrak­ti­ver zu machen, ist ein sehr guter Ansatz. Die bis­he­ri­ge Wert­schät­zung durch frei­en Was­ser­turm­be­such und Muse­ums­ein­tritt sind ganz nett, aber es wird wohl nie­mand des­we­gen einen gro­ßen Teil sei­ner Frei­zeit opfern. Die Über­le­gung, einen reel­len Gegen­wert wie zum Bei­spiel freie Del­bus­Fahr­ten oder viel­leicht auch Besu­che der Graft­ther­me anzu­bie­ten, ist berech­tigt. Gege­be­nen­falls könn­te man ja auch mal die Ehren­amt­li­chen sel­ber befra­gen, was sie sich wünschen.
    Gene­rell und gesamt­ge­sell­schaft­lich fin­de ich das Kon­zept der Ehren­amts­ar­beit über­den­kens­wert. Es wer­den Leis­tun­gen erbracht, die not­wen­dig sind und von vie­len Mit­bür­gern genutzt wer­den (Tafel, Tier­schutz­hof), die Per­so­nal­ko­a­ten wer­den aber ein­ge­spart, weil es Men­schen gibt, die auf eine Ent­loh­nung nicht ange­wie­sen sind, oder eine sol­che an ande­rer Stel­le (z.B. Job­cen­ter) ange­ben müss­ten, was eine Leis­tungs­kür­zung und, schlim­mer noch, Lau­fe­rei bei den Behör­den nach sich zieht. Von daher soll­te die Fra­ge geklärt sein, ob die vor­ge­schla­ge­ne Nut­zung des ÖPNV nicht an ande­rer Stel­le als geld­wer­ter Vor­teil ein­ge­ord­net wird und dann zum Bume­rang wird. Span­nen­des The­ma, vie­le Facetten.

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